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Planlos in den #NaNoWriMo

Ich wollte schon immer ein Buch schreiben. Diverse, wenn man es genau nimmt. Doch wie man sieht, schaffe ich es noch nicht einmal, meinen Blog einigermaßen am Leben zu halten. Das liegt nicht etwa daran, dass ich nichts zu sagen hätte – im Gegenteil. Ich hab eigentlich zu allem eine Meinung und insgesamt kommuniziere ich auch lieber schriftlich als mündlich.

Mein Hauptproblem – so vermute ich – ist Angst. Angst davor, nicht interessant genug zu sein; Angst davor, anzuecken; Angst davor durch irgendwelche Unachtsamkeit, wie vergessene Triggerwarnungen oder achtlos genutztes gerenerisches Maskulinum Mittelpunkt eines Shitstorms zu werden. Meine Angst vor dem öffentlichen Schreiben bzw. eine Kritik an der Shitstorm-Kultur bietet aber letztlich genügend Material für einen eigenen Blogeintrag.

Nun also NaNoWriMo. Für die, die es nicht wissen: Der National Novel Writing Month, der seit einigen Jahren regelmäßig im November zelebriert wird. Ziel ist es, innerhalb von 30 Tagen einen Roman zu schreiben – oder aber es zumindest auf 50.000 Wörter zu bringen. Hauptsache erst einmal schreiben. Ich wollte schon in einigen Jahren zuvor mitmachen, aber dann war plötzlich November und ich wusste nicht, was ich schreiben soll. Was in diesem Jahr anders ist? Nichts. Es ist der 3. November und ich bin immer noch einigermaßen planlos. Mein Wordcount liegt bei berauschenden 294 Wörtern (also nur minimal mehr als in diesem Blogeintrag), dabei sollten es im Schnitt pro Tag 1667 sein. Ich habe ehrlich gesagt schon ein paar Mal überlegt, ob ich es doch einfach lasse. Aber nein. Ein mal will ich eine Sache zu Ende machen. Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem maßlos verkacken darf. Aber nur indem ich z. B. die 50.000 Wörter nicht packe. Oder nur Quatsch schreibe. Und nicht etwa, weil ich die Flinte schon vorher ins Korn geworfen hab.

Wird schon schief gehen.

2 Kommentare

    • Miriam
      Miriam

      Zwischenstand. Es läuft beschissen. Die zwei Heimwochenenden und das Besuchswochenende sowie viel zu tun und „Bates Motel“ haben dafür gesorgt, dass es eigentlich überhaupt nicht läuft. Das ist nicht so richtig schlimm, denn ich weiß jetzt schon, dass ich beim nächsten NaNoWriMo auf jeden Fall mehr Vorbereitung brauche. So völlig planlos geht es einfach nicht. Was nicht bedeutet, dass ich aufgegeben habe, aber die 50k zu erreichen ist utopisch. Aber immerhin hab ich mehr als vorm NaNoWriMo. Das stellt mich nicht zufrieden, aber ist immer noch besser als nichts. 🙂

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