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Flausentiger trifft Stubentiger!

Ich bin mit Katzen aufgewachsen. Als ich ca. 8 Jahre alt war, fuhren wir ins Tierheim und mein Bruder und ich durften uns jeweils eine Katze aussuchen. Mein Bruder entschied sich für einen roten Kater und nannte ihn Barney. Ich suchte mir das kleinste schwächlichste Kitten von allen aus, weil es soooo süß war und weil es angeblich ein Mädchen war und ich kein Spielverderber sein wollte, wurde es eine Betty. Betty hat sich anfangs nur hinter dem Schrank versteckt und nichts gefressen, so dass wir schon Angst hatten, dass sie es nicht überleben würde. Aber irgendwann brach das Eis und Betty wuchs und gedieh dann kamen die Hoden langsam zu Vorschein und aus Betty wurde ein Eddy.

Die beiden waren ein Herz und eine Seele und Barney hat seinen „kleinen Bruder“ immer vor allem Bösen beschützt, war er doch der Draufgänger und Eddy zeitlebens sehr zart. Barney ist viel durch die Gegend gezogen und war oft auch tagelang weg. Umso dramatischer war es dann, dass er vor unserer Haustür, während meine Mutter fast daneben stand, überfahren wurde. Da kann er nicht älter als vier gewesen sein. Und der Pimmel, der ihn überfahren hat, ist einfach weiter gefahren. Eddy hat daraufhin noch einige Jahre alleine bei uns verbracht, musste dann aber mit knapp zehn Jahren leider eingeschläfert werden, weil er „Katzen-Aids“ hatte.

Ich hab fürchterlich gelitten, wollte aber immer wieder eine Katze haben. Meine Mama war damals dagegen, ich denke unter anderem auch deshalb, weil der Abschied von einem Tier immer so schmerzhaft ist.

Seit wir aus Bayern zurück sind, spricht aber eigentlich nicht mehr so viel dagegen, einer Katze ein Heim zu geben. Bei Facebook entdeckten wir dann Mila, eine grau getigerte Schönheit und wir waren uns erstaunlicherweise gleich einig: Ja, sie könnte bestimmt hier einziehen. Leider waren wir nicht als einzige begeistert und Mila hatte schon ein neues Zuhause, bevor der Gedanke zu Ende gedacht war. Aber Mila hatte noch Brüder. Und der eine, Bailey, hat es mir ganz besonders angetan. Ich hatte mich gleich in seine großen Ohren und in sein hübsches Gesicht verguckt und so habe ich ihn wochenlang auf Facebook angeschmachtet.