„Whispers in the Graveyard” von Teresa Breslin

Gelesen im September

“Salomon struggles with his dyslexia both at home and at school. He finds refuge among the stones of an old graveyard in the shadow of a rowan tree, the only thing growing there.
But then workmen uproot the tree and a disturbing power is released. Solomon begins to hear strange whisperings and young Amy Miller starts to dream… Is it just superstition, or has an ancient evil been disturbed?”

Ich habe das Buch aus der Unibibliothek ausgeliehen, weil ich es eigentlich mit meiner Nachhilfeschülerin lesen wollte. Das Cover wirkte mysteriös und ansprechend und mit etwa 180 Seiten schien das Buch für diesen Zweck geeignet zu sein. Wir haben aber schließlich etwas anderes gelesen und so lag das Buch eine ganze Weile bei mir zu Hause herum, bis ich beschloss, es im September für die English-Challenge zu lesen.
Aufgrund des Titels und des Covers erwartete ich eine gruselige Mystery-Geschichte und war ganz überrascht, als Hauptfigur Salomon zunächst ausschließlich mit weltlichen Problemen zu kämpfen hatte: Seine Dyslexie und sein alleinerziehender alkoholabhängiger Vater frustrieren den Jungen so sehr, dass er regelmäßig die Schule schwänzt und von zu Hause ausbüxst. Sein Lieblingsort ist der städtische Friedhof, auf dem nichts wächst außer einer einzelnen Eberesche.

Als die neue Lehrerin Ms Talmur sich Salomon annimmt, scheint es für ihn bergauf zu gehen. Sie erkennt seine Krankheit und erteilt ihm Förderunterricht indem sie ihn mit der Erstklässlerin Amy Miller zusammenarbeiten lässt. Die beiden verstehen sich sehr gut und Salomon macht erste Fortschritte. Amys Vater ist Prof. Miller und als Geologe beteiligt an den neuerlichen Umbauarbeiten am Friedhof. Als die Eberesche abgeholzt wird, stellt sich heraus, dass der Boden womöglich verseucht ist und ab da wird es mysteriös: Anscheinend wurde beim Abholzen eine „dunkle Macht“ befreit und Salomon und Amy hören plötzlich Stimmen…

Ich bin sicherlich nicht die „richtige Zielgruppe“ für dieses Buch, aber mir hat es nicht besonders gut gefallen. Es ist einfach zu überladen mit verschiedenen Themen, die auf wenigen Seiten alle zu kurz behandelt werden. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es eine interessante Schullektüre abgeben würde, da Mobbing und Leseschwäche sicher gute Diskussionsgrundlagen wären. Da der Held der Geschichte selbst an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leidet, können sich vielleicht auch Kinder mit ihm identifizieren, die eigentlich nicht gerne lesen und bekommen vermittelt, wie essentiell es ist, lesen und schreiben zu lernen.

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