Kosheen.

Even better than Muse!

13. April 2007 in Köln.

Der Bernhard und ich waren unheimlich spontan, als wir ca. eine Woche vor dem Konzert innerhalb von 5 Minuten entschieden haben, uns Karten für das Konzert zu bestellen.

Am Freitag den 13. sollte es also so weit sein: Meine Mama war so freundlich, uns zum Zug zu fahren, wobei wir ziemlich spät dran waren und deshalb nach Dieringhausen gefahren sind und nicht nach Gummersbach. Wir in Dieringhausen also aus dem Auto raus und auf dem Weg nach oben kamen uns schon alle entgegen, die dann auch nicht mal eben auf Seite gehen konnten. Aber: Oh Wunder! Gerade so eben kamen wir noch in den Zug!

Die Zugfahrt war extrem unlustig, da der Ticketautomat kaputt war und wir schon dachten, wir kämen ohne zu bezahlen durch. Leider kamen dann noch kurz vor Köln Kontrolleure und wir mussten doch noch ein Ticket kaufen. Schade, schade. Und müde waren wir auch und durstig und hungrig. Am Hauptbahnhof informierten wir uns zunächst über die U-Bahn-Verbindung zum Barbarossaplatz und sind dann was essen gegangen. Mein erstes Mal beim Pizza-Hut! Und es war echt lecker!

Am Barbarossaplatz sind wir dann ganz zielstrebig in die richtige Richtung gelaufen. Dachten wir. Haben dann nochmal Passanten gefragt, die uns das bestätigten. Aber die Straßenschilder sagten etwas anderes. Sollten wir zurück gehen? Aber wofür stehen denn da Leute an? Ah! Die riesigen Busse verdecken das Schild des ‚Prime Club‘!! Wir waren längst da! Anstellen wollten wir uns nicht, denn die Schlange war nicht sehr lang und es war noch eine Stunde Zeit bis das Konzert beginnen sollte. Also haben wir erstmal in dem Imbiss nebenan zwei Fläschchen Reissdorf geordert und auf einen schönen Abend angestoßen! Um halb 9 sind wir dann in den Club gegangen, wo wir erstmal eine Runde gedreht haben. Ich hatte im Internet schon mal geguckt, wie groß der Club ist und hab den Bernhard vorgewarnt. So, da vorne ist dann schon die Bühne und jetzt stehen wir in der ersten Reihe… :))) Dazu muss man wissen, dass der Prime Club vielleicht 2 -3x so groß ist, wie das Come In, bzw. etwa halb so groß wie die Nachtschicht. Also echt klein!! Also wieder ab Richtung Eingang und erstmal noch nen leckeren Cocktail geschlürft (Happy Hour bis 2 Uhr jeder Cocktail 4,50€ + 0,50€ Glaspfand – in unserem Fall ein Erdbeer-Daiquiri für Bernhard und ein Tequila Sunrise für mich). Die Vorband fing relativ pünktlich an zu spielen und von der Bar aus waren wir schon so begeistert, dass wir uns in die Menge stürzten. Die Plätze waren super, denn wir standen etwas erhöht auf einer Stufe in der ca. 9. Reihe. Das war das erste Mal, dass ich bei einem Konzert wirklich ALLES sehen konnte!! Hammer! Die Vorband, The Vincent Black Shadow, war soooo genial! Die Sängerin hat eine Stimme, die sehr an Gwen Stefani erinnert und die Musik war einfach nur der Hammer. Total tanzbar und einfach toll. Ich war betreffs Kosheen ein wenig besorgt, weil ich mir fast nicht vorstellen konnte, dass die die Vorband toppen können (so ging es mir ja beim Tote Hosen-Konzert, als die Busters die Vorband waren). Nach einem kurzen Umbau wurde es für uns etwas ungemütlich, denn so super unsere Plätze auch waren: zwischen Bar und Toilette ist es halt nicht so toll, da laufen dann alle hin und her und überhaupt wurde es etwas enger vor der Bühne.

Und dann kamen sie: Kosheen!! Sie legten los mit „Damage“ und schon gingen die Leute (besonders natürlich Bernhard und ich) total ab!! Und dann machte die Band einen grooooßen Fehler (naja, wie man’s nimmt ): Sie spielten direkt hintereinander „Hide U“ und „Catch“! Also JETZT weiß ich, was man unter einem Hexenkessel versteht! Nach nur 3 Liedern waren wir so durchgeschwitzt und aufgeheizt, wie ich bei anderen Konzerten am Ende manchmal nicht war. Sie spielten größtenteils Lieder vom ersten Album (dem besten!) und das war auch gut so. Leider kann ich nicht in Ansätzen vermitteln, wie toll die Stimmung war. Ich hatte das große Bedürfnis zwischendurch mal die Steffi anzurufen, denn ich bin mir ganz sicher, selbst wenn man die Band nicht mag, wenn man sie live gesehen hat, dann muss man sie lieben! Was kann ich mehr sagen? Mein größter Wunsch wurde erfüllt, indem sie „Empty Skies“ gespielt haben, ich kriege jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich nur dran denke. Wir hatten die mit Abstand geilsten Leute überhaupt hinter uns, nämlich die Alex und den Daniel, die sind mit uns so abgegangen und wir haben uns gegenseitig von blöden Leuten abgeschirmt und bildeten den Hexenkessel im Hexenkessel! Zum Schluss gab es leider nur eine Zugabe, aber ich muss wirklich sagen: es war das beste Konzert ever!! Und ich kann mir niemanden vorstellen, mit dem ich lieber da gewesen wär als mit dem Bernhard! <33

Nach dem Konzert hab ich mir noch die CD der Vorband gekauft und dann haben wir noch einen Cocktail getrunken (diesmal einen Swimming Pool für mich – werd ich aber NIE WIEDER trinken und was der Bernhard getrunken hat weiß ich schon gar nicht mehr). Dann haben wir noch mit Alex und Daniel gequatscht und ich hab mich bei Daniel als Techno-Neuling geoutet und er, als langjähriger Techno-DJ hat mir ein paar Empfehlungen gemacht. Vielleicht treffen wir die beiden da ja wieder. Fänd ich extrem toll. Die ‚Thüringer Rostbratwurst‘ war nämlich irgendwie niedlich. Nicht attraktiv im allgemeinen Sinn… aber cute… irgendwie. Dann mussten wir auch leider schon wieder los, weil wir ja den letzten Zug um 0:26 Uhr kriegen mussten. Also wieder in die U-Bahn – und welche Überraschung, am Neumarkt stieg der Daniel G. hinzu… den wir am Hauptbahnhof wieder trafen. Er hatte seinen Zug nach Aachen um genau eine Minute verpasst, aber das war wohl nicht der letzte. Trotzdem ärgerlich sowas. Uns wäre das auch beinahe passiert, nur wär das für uns schlimmer gewesen, weil wir uns dann noch bis 6 Uhr in Köln hätten herumtreiben müssen. Aber auch diesen Zug haben wir so gerade eben noch bekommen. Zum Glück!

Auch wenn ich mich wiederhole: Einer der geilsten Abende meines Lebens! Wenn Kosheen das nächste Mal auf Tour sind, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!

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