Tower Of Power.

„I Like Soul With A Capital ‚S‘!!“

28. Februar 2008 in Köln.

Wie ein kleines Kind habe ich mich auf dieses Konzert gefreut. Dank Johannes kenne und verehre ich diese Band erst seit Anfang 2007. Nach und nach erwarb ich einen Großteil der Alben. Meine Sammlung ist längst nicht vollständig, wie auch?

„Tower Of Power is a SOUL band, playing SOUL music – FOURTY years – this year! From 1968 all the way up until today!“

Zufällig entdeckte ich Ende 2007, dass diese Götter in Deutschland auf Tour gehen, und dass eben diese Tour sie auch nach Köln in die Live Music Hall führt. Also: Johannes Bescheid gegeben, Karte gekauft und Tage, Stunden und Minuten gezählt, bis es endlich los ging.

Nach Köln bin ich mit dem Auto gefahren, weil es eben doch irgendwie bequemer ist, sich nicht an vorgeschriebene Bahnabfahrtzeiten halten zu müssen. Obwohl ich eigentlich sehr ungern durch Köln fahre und ich keine Lust hatte einen Parkplatz zu suchen. Aber man weiß ja nie, wie lange so ein Konzert dauert und ich wusste auch nicht, ob ich vielleicht anschließend noch mit J. die Straßen Kölns unsicher mache oder sonstiges. Den letzten Zug zu verpassen, wäre da sehr ärgerlich gewesen.

Eigentlich bin ich auch ziemlich gut gefahren, aber irgendwann hab ich eine Abbiegung zu früh genommen und wie das in Köln nun mal leider ist, kann man da nicht x-beliebig wenden. Ich war dann auch nur eine knappe halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn da, aber es hat alles gepasst. Einen Parkplatz hab ich auch gefunden, und so stand dem reinen Vergnügen nichts mehr im Weg. Johannes und sein Anhang waren ebenfalls schnell gefunden.

Leider hat das Konzert nicht pünktlich begonnen, aber erstaunlicherweise gab es keine Vorband, so dass Tower Of Power von der ersten Minute an die Bühne rockten. Den Sänger (der wechselt ja schon mal öfter) hab ich mir vorher bei YouTube angesehen, wo er mich irgendwie nicht so recht überzeugt hat. An dem Abend allerdings bin ich regelrecht dahingeschmolzen. Larry Braggs hat gesungen wie ein junger Gott und war unglaublich sexy auf der Bühne. *sabber*

Die Bläser waren so präzise, dass man kaum glauben konnte, dass das wirklich alles live sein soll: kein einziger Patzer. Fast schon zu perfekt und routiniert hat die Band eine solide Show abgeliefert, in der natürlich diverse Soli nicht fehlen durften. Die Hits ‚Soul With A Capital ‚S“, ‚What Is Hip?‘ und ‚Soul Vaccination‘ durften nicht fehlen. Meine Favoriten (unter anderem ‚To Say The Least, You’re The Most‘ oder auch ‚Mama Lied‘) wurden leider nicht gespielt. Das war zwar schade, tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Ein bisschen genervt hat, dass der ein oder andere sich dem vorherrschenden Rauchverbot widersetzt hat, aber naja, wenigstens konnte man ganz bequem stehen, rumspringen und tanzen, ohne irgendwelche Verletzungen befürchten zu müssen. Die ‚Heavytones‘ und andere (Halb-)Prominente waren wohl auch im Publikum. Ich selbst habe aber nichts davon mitbekommen, hatte ich doch nur Augen für LB <3. 😉

Das Konzert war nicht auffallend lang, aber auch nicht zu kurz, so dass ich sehr befriedigt im Anschluss nach Hause fahren konnte.

Der Abend wäre annähernd perfekt gewesen, hätte ich mich auf der Rückfahrt nach Hause nicht noch mehr verfranst, als auf der Hinfahrt. Etwa eine Stunde ziellos umhergeirrt, kam ich dann sehr spät abends müde und abgefuckt in Bergneustadt an. Aber die Erinnerung bleibt und noch immer muss ich grinsen, wenn ich an dieses fantastische Konzerterlebnis zurückdenke.

Das Video hab ich nicht selbst gedreht. Ganz so nah dran war ich dann leider doch nicht. Aber es war schon recht weit vorne und ich hab eigentlich alles gut sehen können.

Tower Of Power – As Surely As I Stand Here (live@LMH Cologne)

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