Alle Artikel mit dem Schlagwort “rückblick

Kommentare 0

Rückblick und Ausblick

Das Jahr 2015 ist schon wieder rum und wieder ist sehr wenig passiert. Im Blog, nicht im Leben. Dass im Leben die Post ab ging mag einer der Gründe sein, warum sich hier so wenig getan hat. Aber gute Vorsätze kann man zum Glück immer wieder fassen und deswegen hoffe ich – mal wieder – in diesem Jahr häufiger zum Bloggen zu kommen.

Bayern

Die größte Veränderung in 2015 war ganz eindeutig mein Umzug nach Bayern. Ich habe dort eine Festanstellung als Online-Redakteurin bekommen und da 560 km ein echt weiter Arbeitsweg gewesen wäre, bin ich nun die meiste Zeit über da unten. Wegen dem Kurzen sind wir aber natürlich trotzdem jedes zweite Wochenende hier in der Heimat.

Was soll man über Bayern sagen? Diejenigen, die nicht hinwollen (ich war auch so eine), haben schon irgendwie Recht. Wenn man nämlich ehrlich ist, sind so ziemlich alle Vorurteile über Bayern und die Bayern wahr. Und trotzdem wächst es einem wirklich unglaublich schnell ans Herz und man möchte eigentlich gar nicht mehr weg. Obwohl wir gar nicht mal im allerkleinsten Kuhkaff angelegt haben, sind wir die ersten Wochen wirklich NUR angestarrt worden. Zum Glück sprühen wir (zumindest der Mann) so dermaßen vor Charme, dass wir dann doch recht schnell gut aufgenommen wurden. In „unserem“ EDEKA sind wir auf jeden Fall mit allen Mitarbeitern per Du, allerdings war das auch nicht besonders schwierig, denn was besonders schön und charmant ist in Bayern – eigentlich duzen sich so ziemlich alle.

Die Arbeit macht super viel Spaß, wozu ein bunt gemixter Haufen völlig bemackter Kollegen ordentlich beiträgt. Alle bekloppt und alle auf ihre Art liebenswert. In der Lieblingskollegin und ihrer Familie haben wir richtig gute Freunde gefunden. Und alle freuen sich, wenn uns im Arbeitsalltag mal bayerische Floskeln herausrutschen. Eine Kollegin bekringelt sich heute noch darüber, dass ich angeblich einmal besonders lustig „Wos host g’sogt?“ gesagt habe. Wenn wir wieder zurückgehen – und das werden wir definitiv – werde ich die Baggage auf jeden Fall sehr vermissen.

Weiterlesen

BuchSaiten Jahresabschluss Blogparade
Kommentare 1

BuchSaiten Blogparade zum Jahresabschluss 2014

Jetzt hab ich die Domain und den Blog schon fast ein halbes Jahr und es ist noch NICHTS passiert. Aber Katrins Blogparade bietet natürlich einen guten Anlass, das Schweigen zu brechen. Ich bin super spät dran, wegen eines reichlich beschissenen Starts ins neue Jahr, aber da es immer Spaß macht, hier nun endlich meine Antworten.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Ich bin dank @ThatYvo auf „Flat-Out Love“ gestoßen. Das Buch ist 2014 auf Deutsch unter dem Titel „Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“ erschienen. Da ich keine Lust hatte fast 20 Euro für das Hardcover zu bezahlen, hab ich natürlich erst einmal die Kindle-Preise abgecheckt und mich zunächst dafür entschieden, es (Prime sei Dank) auszuleihen. Eine wirklich schöne Geschichte, kitschig, ja, aber nicht zu sehr. Auf den „Twist“ bin ich zwar kurz zuvor selbst gekommen, aber das hat das Buch nicht schlechter gemacht. Im Anschluss hab ich das Buch dann sogar noch gekauft.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Das war leider die „Fortsetzung“ von „Flat-Out Love“. Eine Wiedererzählung aus anderer Persepektive. Ein bisschen sexier aber sonst eher lame.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Trotzdem wohl Jessica Park, denn der dritte Teil der „Flat-Out“-Reihe hat vieles wieder wett gemacht.

Prisoner of Azkaban CoverWelches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Da ich fast nur am Kindle lese, sind mir Cover eigentlich ziemlich egal. Ich hab aber ein bisschen Harry Potter-ReRead betrieben und habe davon eine wunderschöne Ausgabe. Weil es mein liebster Teil ist: „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2015 lesen und warum?
Ich will unbedingt noch einmal „Momo“ lesen, weil das letzte Mal schon über 15 Jahre her ist. Da ich mich in der letzten Zeit sehr von den „grauen Herren“ verfolgt fühle, muss ich unbedingt noch einmal nachlesen, wie man ihnen entkommt.

Ich vermisse ein bisschen die Frage nach dem liebsten Buch überhaupt. Das war im letzten Jahr mit Abstand „Ready Player One“ von Ernest Cline. Perfekt für Retro-Nerds wie mich. Vielen Dank an @CookieSpengler für die Empfehlung. Dank ihr hab ich auch mein erstes Selbsthilfebuch für Introvertierte gelesen. „Kopfsache: Liebe den Introvertierten in dir“ von Patrick Hundt. Stellenweise ein bisschen zäh, insgesamt aber sehr inspirierend; und, wie ich schon auf Twitter schrieb, sehr beruhigend zu hören, dass man nicht asozial sondern ganz normal ist. Letzter Tipp: „The Thousand Dollar Tan Line“ von Rob Thomas. Romanfortsetzung von Veronica Mars. Hab ich mir von Kristen Bell vorlesen lassen und hat mich sehr unterhalten.

Kommentare 3

Katrin ihre Blogparade.

Katrin, euch allen wohl besser bekannt als Frau von Saiten, hat geäußert, dass sie es dann doch ganz gern hätte, wenn ich mich an der diesjährigen Blogparade beteilige. Und weil ich ungern Wünsche abschlage, schon gar nicht solche, die leicht zu erfüllen sind und erst recht nicht von nahezu lebenslangen Freunden, tue ich das jetzt obwohl ich schon seit über einem Jahr nicht mehr gebloggt habe. Allerdings habe ich im letzten Jahr wirklich erschreckend wenig gelesen und vor allem nach Juli nicht mehr aufgeschrieben, was ich gelesen habe.

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? 

Eigentlich hab ich mir von allen Büchern einigermaßen viel versprochen, aber am meisten überwältigt hat mich wohl „Harry Potter and the Deathly Hollows“. Ich hab es ja tatsächlich geschafft, die Buchreihe jahrelang einigermaßen zu ignorieren. Nachdem damals der dritte Band erschienen war, hatte ich einfach keine Lust mehr weiterzulesen. Dann habe ich die Reihe (angefangen beim zweiten Band, den ersten kannte ich noch in- und auswendig)  mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen und WAS HAB ICH GEHEULT! Ich hielt den Kult, den der ein oder andere um Harry Potter betreibt, bisweilen für maßlos übertrieben doch ich musste einsehen, dass ich Unrecht hatte. Die Bücher sind wirklich SO gut.

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

Das waren wohl einige. Ich lege mich mal fest auf „Room“ (dt. Titel „Raum“) von Emma Donaghue. Ich hab zum ersten Mal 2011 in einem Seminar in der Uni von dem Buch gehört und fand es einen ungewöhnlichen und interessanten Ansatz, dass das Buch aus der Perspektive eines 5-Jährigen geschrieben ist, der sein Leben nur in einem einzigen Raum mit seiner Mutter als einziger Bezugsperson verbracht hat. Leider fand ich genau diese Perspektive auf Dauer sehr nervtötend und auch die „Auflösung“ fand ich nicht besonders spannend.

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Kann ich so nicht beantworten, da alle Autoren, die mich in diesem Jahr begeisterten, dies schon 2011 oder noch früher taten (v.a. J.K. Rowling & John Niven)

* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

„Gott bewahre“ von John Niven. Aber nur weil die anderen Cover größtenteils total nichtssagend waren. Das Cover von „Gott bewahre“ zeigt einen kiffenden Jesus, das ist eigentlich auch nichtssagend, aber wohl wenigstens „provokant“.

* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

Ich habe kürzlich „Der Hobbit“ und „Life of Pi“ im Kino gesehen. Bei „Der Hobbit“ wird es nach geschätzten 12 Jahren wohl mal wieder Zeit für einen Re-Read (obwohl ich mich noch erinnere, dass mir das Buch damals gar nicht gefallen hat). Und „Life of Pi“ hat mich im Kino sehr geflasht, aber ein wenig ratlos zurückgelassen, deswegen möchte ich sehen, ob mir das Buch vielleicht mehr Erleuchtung bringt.
Zu Weihnachten habe ich „Ich könnte am Samstag“ von Mark Watson bekommen, das werde ich wohl als nächstes lesen.
Außerdem habe ich im letzten Jahr begeistert die Anime-Serien zu „Death Note“ und „Elfen Lied“ angesehen. Den (englischen) ersten Teil des Mangas „Death Note“ habe ich schon und „Elfen Lied“ würde ich auch gerne noch lesen, da die Serie einfach viel zu kurz war.
Und – auch wenn es vielleicht ein bisschen irre klingt – ich hätte jetzt schon wieder Lust, noch einmal alle Harry Potter-Bände zu verschlingen.